Wer nicht in der Lage ist,
aus eigenen Kräften und mit eigenen Mitteln seinen
Lebensunterhalt zu bestreiten oder in besonderen Lebenslagen sich
selbst zu helfen, und auch anderweitig keine ausreichende Hilfe
erhält, hat ein Recht auf persönliche und
wirtschaftliche Hilfen. Ziel ist die Befähigung zur
Selbsthilfe sowie die Sicherung eines menschenwürdigen Lebens.
In Deutschland konnte man in den letzten Jahren einen Trend beobachten, der schon auf jeden Fall etwas nachdenklich machen darf: Das allgemeine Verschuldungsniveau ist überaus deutlich angestiegen. Die Mehrzahl der deutschen Haushalte hat heute mindestens einen Kredit, sei es nun zur Finanzierung eines Autos, eines Urlaubs oder auch zur Finanzierung einer Immobilie. Dies allein wäre ja auch noch nicht so schlimm, wäre nicht ein eindeutiger Trend zu erkennen, dass viele Menschen heute einen Kredit aufnehmen, nur um einen anderen Kredit zurückzuzahlen. Diese Tatsache nennen die Banken "Verschuldungstempo" - und es wird leider immer schneller.
Wenn neben dem Kreditproblem dann auch noch die Tatsache hinzukommt, dass der Dispositionskredit mehr oder weniger das ganze Jahr über in Anspruch genommen wird, dann sollte man sich intensiv Gedanken darüber machen, ob es nicht evtl. sinnvoll sein kann, eine so genannte Finanzsanierung vorzunehmen.
Was aber ist eine Finanzsanierung?
Nun, natürlich versteht man unter einer Finanzsanierung keinesfalls eine private Insolvenz oder dergleichen. Vielmehr handelt es sich bei einer Finanzsanierung um die Entwicklung eines Plans, die eigenen Finanzen langfristig wieder auf gesunde Beine zu stellen.
Um eine solche Finanzsanierung vorzunehmen, sollte man stets einen gewissen Ablaufplan grob im Hinterkopf haben:
1. Zuerst sollte man schauen, ob man seinen Dispositionskredit den Großteil des Jahres in Anspruch nimmt.
Ist dies der Fall, sollte man versuchen, ihn über einen Privatkredit zurückzuzahlen. Ist bereits ein Privatkredit vorhanden, könnte man diesen aufstocken, ist aber noch keiner vorhanden, sollte ein neuer Privatkredit abgeschlossen werden. Die Höhe des neuen Kredites sollte dabei keinesfalls größer als der Dispo sein, denn sonst kommt man nur wieder in Versuchung, mehr Geld auszugeben als man hat. Im Gegenteil: Nach der Rückführung des Dispo sollte man sich unbedingt mit seiner Bank in Verbindung setzen und den Dispo löschen lassen - so verhindert man nachhaltig, dass man jemals wieder in die Versuchung kommt, den Dispo zu nutzen.
2. Genaue Zinsvergleiche durchführen.
Wenn man einen Privatkredit aufnehmen möchte, aber auch wenn man bereits einen Privatkredit hat, ist es von großer Wichtigkeit, dass man sich einfach einmal darüber informiert, was ein solcher Kredit bei einem anderen Kreditinstitut als z.B. der Hausbank kosten würde. In diesem Zusammenhang kann das Benutzen eines Internet Kreditvergleichs ein durchaus sinnvolles Hilfsmittel sein, denn hier werden diverse Kredite unterschiedlicher Gesellschaften miteinander verglichen - die Hausbank hingegen zeigt nur ihre Tarife und versucht einem dann noch zu erzählen, dass es sich hierbei um tolle Angebote handeln würde.
3. Kosten überdenken
Hat man seine Kredite und seinen Dispo wieder im Reinen, sollte man sich auf jeden Fall einmal in aller Ruhe hinsetzen und überlegen, was denn eigentlich zu der Verschuldung geführt hat. Sehr oft ist es nämlich eines zu teuren Lebensstils geschuldet, dass man mehr Geld ausgibt, als man einnimmt. Wenn dies der Fall ist, sollte man beginnen, ein Haushaltsbuch oder dergleichen zu führen und sich seine monatlichen Ausgaben genau zu notieren. Auf jeden Fall sollte man niemals mehr Geld ausgeben als man zur Verfügung hat - befolgt man diesen einfachen Grundsatz, wird man niemals wieder in geldliche Probleme kommen.
eine regelmäßige Überprüfung der Kosten und der Einnahmen ist auf jeden Fall wichtig, um dauerhaft eine gesunde finanzielle Entwicklung nehmen zu können.
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